Kinder surfen wie wild – wegen der Hausaufgaben

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Unter den europäischen Internet-Nutzern gibt es eine stark wachsende Gruppe: die Schulkinder.

Unter den europäischen Internet-Nutzern gibt es eine stark wachsende Gruppe: die Schulkinder. Ihre Zahl ist in acht untersuchten Ländern im Jahresvergleich 2001 auf 2002 um 27 Prozent gestiegen. Das besagt eine aktuelle Studie des Internet-Marktforschungsunternehmens Nielsen/Netratings.
Demnach waren sogar in absoluter Rechnung im vergangenen Jahr 4 Millionen Surfer unter 12 Jahre alt. Die restlichen 9 Millionen waren unter 18. Ihre Lieblingsbeschäftigung im Web ist – vorausgesetzt sie füllten den Fragebogen wahrheitsgemäß aus – das Suchen und Austauschen von Hausaufgaben-Tipps und Musik-Downloads. Erst an dritter Stelle kommen demzufolge Spiele.

Tom Ewing, Analyst bei Nielsen/Netratings, sagte gegenüber Reuters: “Die Mehrheit der Kinder sichtet online die selben bekannten Seiten, die Erwachsene aufsuchen, also Portale, Mail und Chatting.” Etwas positiver im Sinne des Kinderschutzes äußert sich Chris Atkinson, Policy Advisor der britischen ‘National Society for the Prevention of Cruelty to Children’. Er sagt: “Das Internet kann ein hervorragendes Werkzeug für Bildungszwecke sein und die meisten Kinder benutzen es ausgesprochen gern.”

Die meisten nicht Volljährigen, die Bildungs- und sonstige Angebote abrufen, sind der Untersuchung zufolge in einer der europaweit führenden IT-Nationen zuhause: Großbritannien; hier sind 4,5 Millionen Kinder regelmäßige Surfer. Sie gehen am häufigsten online, um sich über Google oder About Informationen zu holen sowie über Kazaa Files zu tauschen – solange es noch geht.