Microsoft rekrutiert Systemhäuser für seine Speicherlösungen

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Nachdem Microsoft bereits mehrere OEMs, darunter Größen wie Hewlett-Packard, EMC und Dell, für die Vermarktung seiner Storage-Software rekrutiert hat, soll nun eine Armee von Integratoren hinzukommen.

Nachdem Microsoft bereits mehrere OEMs, darunter Größen wie Hewlett-Packard, EMC und Dell, für die Vermarktung seiner Storage-Software rekrutiert hat, soll nun eine Armee von Integratoren hinzukommen. Der Branchenprimus macht langsam ernst damit, seine ganze Marktmacht und Präsenz im indirekten Vertriebskanal geltend zu machen, um ein weiteres Marktsegment zu erobern.In den Worten von Charles Stevens, Sales- und Marketingchef von Microsofts Enterprise Storage Division, soll damit ein komplettes “Ökosystem” für den Absatz von Windows-basierten Speicherlösungen entstehen. Wie er gegenüber dem US-Medium Techweb erklärte, soll zudem aus den eigenen Reihen ein technisches Vertriebsteam zusammengestellt werden, das Systempartner trainieren und dabei helfen soll, beim Endkunden Deals abzuschließen.
 
In den USA sind die Aktivitäten soweit gediehen, dass Microsoft mit führenden Distributoren wie Tech Data oder Avnet im Gespräch ist, um Strategien für die Rekrutierung von Integratoren zu entwickeln. Etwa 200 solcher Systemhäuser sollen dann vorkonfigurierte Speichersysteme verkaufen.
 
Deutlich wachsen soll nach Aussagen von Stevens auch seine Storage Division – von derzeit 200 Angestellten auf mindestens das doppelte über die nächsten paar Jahre. Nicht mit eingerechnet sind in dieser Zahl allerdings die Programmierer, die über mehrere Abteilungen verteilt sich mit dem Thema Storage beschäftigen.
 
Wie genau die längerfristige Produktstrategie in Sachen Storage-Software bei den Redmondern aussehen soll, darüber wollte Stevens die Katze noch nicht aus dem Sack lassen. Man wolle in den nächsten zwei Jahren “innovative Produkte auf den Markt bringen, die aber nicht mit denen von EMC oder Veritas konkurrieren.” Ziel sei nicht, mit SAN-Herstellern zu konkurrieren, sondern SANs “speicherfreundlicher” zu machen.
 
Ein Segment ist allerdings schon identifiziert, in dem man verstärkt mit Lösungen aktiv werden möchte: das Data Lifecycle Management. Damit sollen gespeicherte Daten und Informationen im Unternehmen so gehalten und aufbereitet werden können, dass sie immer im relevanten Kontext verfügbar sind. Pikanterweise hat erst letzte Woche Hewlett-Packard, ein Microsoft-Partner im Storage-Bereich, dieses Segment als Wachstumsmarkt für eigene Aktivitäten identifiziert.