Cern-Forscher bohren Internet zu Höchstleistung auf

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Wissenschaftler des Europäischen Kernforschungszentrums Cern haben mit einem neuen Verfahren die Bandbreite einer Leitung zum California Institute of Technology auf 5,44 Gigabit/s gesteigert.

Wissenschaftler des Europäischen Kernforschungszentrums Cern in der Nähe von Genf haben mit einem neuen Verfahren die Bandbreite einer Leitung zum California Institute of Technology auf 5,44 Gigabit/s gesteigert. Bisher lag der Spitzenwert bei 2,38 GBit/s. Während eines halbstündigen Versuchs, der bereits Anfang des Monats stattfand, wurden somit 1,1 Terabyte übertragen.
Vor allem Naturwissenschaftler versprechen sich von einer solchen Entwicklung eine erleichterte Zusammenarbeit mit ihren Kollegen an unterschiedlichen Einrichtungen der Welt. Weil der Umfang der gewonnenen Messdaten immer weiter zunimmt, ist derzeit eine Zusammenarbeit vor Ort in vielen Fällen sehr viel produktiver als das Forschen an verteilten Orten.

“Das ist für uns wirklich ein Meilenstein”, so Olivier Martin vom Cern. Datenübertragung mit einer Geschwindigkeit von 10 GBit/s sollte – zumindest für die Wissenschaft – schon bald eine Selbstverständlichkeit sein, hofft Caltech-Forscher Harvey Newman.

Mit der Bandbreite, die zwischen der Schweiz und Kalifornien hergestellt wurde, könnte man die Datenmenge einer normalen Audio-CD in einer Sekunde übertragen, eine Kinofilm-DVD wäre in etwa 7 Sekunden überspielt.