Vodafone macht bei AT&T Nägel mit Köpfen

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Kurz bevor am 13. Februar die Angebotsfrist für den drittgrößten US-Mobilfunkkonzern AT&T Wireless abläuft, wird das Geschäft immer mehr zum Pokerspiel.

Kurz bevor am 13. Februar die Angebotsfrist für den drittgrößten US-Mobilfunkkonzern AT&T Wireless abläuft, wird das Geschäft immer mehr zum Pokerspiel. Das Wall Street Journal berichtet über neue Gerüchte aus dem Hause Vodafone. Demnach denkt man dort ernsthaft über ein Gebot für AT&T Wireless nach und verhandelt offenbar bereits über einen möglichen Verkauf der Vodafone-Beteiligung an Verizon Wireless.
Der Verkauf der 45-Prozent-Beteiligung an dem US-Mobilfunkunternehmen würde den Weg für Vodafone freimachen, ein Gebot für AT&T Wireless abzugeben. Dem Bericht zufolge verhandeln Vodafone und Verizon darüber, wie sie ihre Beziehung während des Bieter-Wettstreits um AT&T Wireless handhaben. Denn sollte Vodafone den Übernahme-Poker verlieren, will das britische Unternehmen in den USA natürlich nicht mit leeren Händen dastehen. Andererseits: Sollte Vodafone erfolgreich sein, muss der Weg zu einem Ausstieg aus Verizon klar sein – und natürlich auch das Preisschild.

Noch habe Vodafone aber seine weitere Vorgehensweise nicht festgelegt, berichtet die Zeitung und beruft sich dabei auf Insider-Kreise. Doch nicht nur Vodafone, auch zahlreiche andere Branchen-Größen sind angeblich an AT&T Wireless interessiert. Der drittgrößte US-Mobilfunkkonzern plant derzeit den Verkauf und die Auflösung des eigenen Unternehmens – das Management wollte damit einen weltweiten Bieter-Wettstreit anfachen. Offenbar mit Erfolg.