Britisches IPO-Wunder beflügelt die Branche

Management

Erst vor wenigen Wochen hat wieder ein IT-Unternehmen den Sprung an die Börse gewagt.

Erst vor wenigen Wochen hat wieder ein IT-Unternehmen den Sprung an die Börse gewagt. Während im Jahr 1999 und 2000 beinahe jeden Tag ein Börsengang eines jungen High-Tech-Unternehmens zu vermelden war, richteten sich nun aller Augen auf den schottischen Chiphersteller Wolfson Microeletronics. Völlig zurecht, wie sich nun zeigte: Die Aktie ist im Aufwind. Wolfson stellt Prozessoren her, die analoge und digitale Techniken (Mixed Signal) kombinieren und daher vor allem in Handys, Handhelds, MP3-Playern und DVD-Playern eingesetzt werden können.
Am ersten Handelstag überschritten die Papiere mit einem Schlusspreis von 2,10 Pfund (etwa 3 Euro) je Stück sogar die höchste Vermutung der Analysten. Sie waren damit von Börsenbeginn an um 17 Prozent gestiegen. Solche Nachrichten hat die Branche schon lange nicht mehr von einem IT-Unternehmen kurz nach dessen IPO (Initial Public Offering) gehört.

Diese Zahlen sowie die guten Quartalsberichte von Giganten wie Intel lassen nach einem Bericht des Wall Street Journal die Investorenherzen höher schlagen. Der Appetit der Anleger, so heißt es, sei mitnichten tot. John Hatherly, Analyst bei M&G Asset Management, relativiert jedoch etwas: “Sicherlich hat dies auch damit zu tun, dass ein gewisser Seltenheitswert auf dem IPO lagert, da es hiervon in der jüngsten Vergangenheit nicht allzu viele gab und weil die Nachrichten aus der Halbleiterwelt gerade in dieser Woche sehr gut waren, aber die Technik ist definitiv auf den Laufsteg zurückgekehrt.”