Gehen Swisscom und Debitel getrennte Wege?

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Der schweizerische Telekomkonzern Swisscom will seine Debitel-Beteiligung loswerden.

Der schweizerische Telekomkonzern Swisscom will seine Debitel-Beteiligung loswerden. Offensichtlich denkt das Unternehmen ernsthaft über einen Verkauf der deutschen Mobilfunk-Dienstleistungstochter nach: Einem Spiegel-Bericht zufolge wird bei Swisscom derzeit schon eine Ausschreibung vorbereitet.
Unter den Kaufinteressenten sei unter anderem auch der ehemalige Debitel-Chef Joachim Dreyer. Gemeinsam mit einer Investmentgruppe soll er derzeit sogar schon recht aktiv Pläne für Debitels Zukunft in seinen Händen schmieden. So habe er beispielsweise schon bei großen Mobilfunkgeschäften und ehemaligen Handelspartnern nachgefragt, ob sie sich eine Kooperation mit Debitel unter seiner Leitung vorstellen könnten, heißt es im Spiegel.

Debitel hat kein eigenes Netz sondern vertreibt Anschlüsse anderer Mobilfunkbetreiber wie T-Mobile, Vodafone und E-Plus. Swisscom hatte Debitel 1999 von DaimlerChrysler und der Metro übernommen. Nach ihrem Ausstieg aus dem UMTS-Poker im Sommer 2000 hatte Swisscom Debitel nur noch als Finanzbeteiligung geführt.