Das Internet öffnet sich für nichtlateinische Alphabete

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Icann, die Organisation für die Verwaltung des Internet, hat jetzt den Weg geebnet für die Registrierung von Top-Level-Domains, die nicht in Buchstaben des lateinischen Alphabets beschrieben werden.

Icann, die Organisation für die Verwaltung des Internet, hat jetzt den Weg geebnet für die Registrierung von Top-Level-Domains, die nicht in Buchstaben des lateinischen Alphabets beschrieben werden. Bis dato mussten alle registrierten Namen für Websites einer Domain zugeordnet sein, die wie beispielsweise ‘.com’ oder ‘.de’ in den westlichen Schriftzeichen beschrieben war.
Nach einem Beschluss auf der Icann-Tagung in Tunesien soll bis September nächsten Jahres untersucht werden, welche technischen, wirtschaftlichen und Copyright-Implikationen die Vergabe von Top-Level-Domains in den arabischen, chinesischen, kyrillischen und anderen Schriften nach sich ziehen würden. Parallel dazu sollen aber neue Domains beantragt werden können. Sollte den bis Ende 2004 beantragten Domains technische Unbedenklichkeit attestiert werden, würden sie bereits Anfang 2005 aktiv sein können.

Der jetzt seitens der Icann vorgelegte Plan ist wohlgemerkt schneller als ursprünglich geplant. Dies wird als Konzession gegenüber der Arabischen Welt und China gewertet, die besonders unter den jetzigen Zuständen leiden. Auch die Registrierung neuer Top-Level-Domains für das lateinische Alphabet, insbesondere für Interessensgruppen und öffentliche Einrichtungen soll laut Icann in Zukunft schneller vonstatten gehen.