Microsofts Mobilfunk-Ambitionen bekommen Dämpfer verpasst

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Microsoft zieht in der Sparte für Handy-Betriebssysteme offenbar die Notbremse: Der bisherige Manager Juha Christensen muss das Unternehmen verlassen.

Microsoft zieht in der Sparte für Handy-Betriebssysteme offenbar die Notbremse: Der bisherige Manager Juha Christensen muss das Unternehmen verlassen. Trotz großer Anstrengungen konnte er dem Softwarekonzern in den vergangenen vier Jahren nicht zum Durchbruch auf dem umkämpften Zukunftsmarkt verhelfen.
Der 39 Jahre alte Christensen war 1999 von Symbian zu Microsoft gekommen und hatte damit für großes Aufsehen in der Branche gesorgt. Durch die Unterstützung von Symbian durch den Weltmarktführer Nokia war Microsoft in den vergangenen Monaten ins Hintertreffen geraten. Außerdem berichten Mobilfunkdienstleister wie die deutsche Debitel von einem enttäuschenden Absatz eines Motorola-Handys mit dem Microsoft-OS. Das Zusammenspiel von Hard- und Software stimme noch nicht, sagte Debitel-Chef Peter Wagner der Financial Times Deutschland.

Weil die Zuwächse im klassischen PC-Geschäft immer weiter schrumpfen, verlegt sich der weltgrößte Softwarehersteller immer stärker auf andere Geschäftsfelder. Aber auch mit der Spielkonsole X-Box war bisher kein Geld zu verdienen. Die Symbian-Entwicklergemeinde kommt am Montag in München zu ihrem jährlichen Treffen zusammen. Von dort werden auch weitere Impulse für die Arbeiten im Mobilfunkmarkt erwartet.