Überlebenskampf: Der PDA-Markt schrumpft unaufhaltsam

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Smartphones jagen den Personal Digital Assistants immer mehr Marktanteile ab.

Smartphones jagen den Personal Digital Assistants (PDA) immer mehr Marktanteile ab. Auch im dritten Quartal konnte keine Notbremse gezogen werden: Zum achten mal in Folge entgleiten der PDA-Branche 0,2 Prozent des Marktvolumens. Das berichtet das Marktforschungsunternehmen Gartner Dataquest. Neben der andauernden schlechten wirtschaftlichen Lage leidet die Branche vor allem unter dem wachsenden Druck durch vermehrte Konkurrenz im Mobilfunkgeschäft.
Immer ausgereiftere Super-Handys mit zusätzlichen Funktionen wie Kalender, Adressbuch oder Internetzugang sprechen den PDAs zunehmend den Rang ab. Smartphone-Hersteller bieten mittlerweile bereits sämtliche Standardfunktionen der PDAs in einem Mobiltelefon integriert an. Eine weitere Marktbremse ist das mangelnde Interesse von Unternehmen: Etwa 70 Prozent der PDAs werden privat angeschafft.

Derzeitiger Marktführer in Westeuropa und Asien ist Hewlett Packard (HP). Die HP-Modelle erhielten gute Testurteile und waren weit günstiger als ihre Vorgängermodelle. Das Unternehmen konnte mit 23,1 Prozent seinen bislang höchsten Marktanteil in der Branche erobern. Auch Palm gelang es, seinen Anteil am Weltmarkt zu verstärken. Sein ‘Palm OS’ betrieb 46 Prozent aller neuen PDAs weltweit. Microsoft Windows CE hält nun 42,3 Prozent des Marktes. 

Zwar werden PDAs nach Angaben des Gartner-Analysten Todd Kort nicht vom Markt verschwinden, aber die Zukunft sieht wohl auch nicht besonders vielversprechend aus: Für das vierte Quartal rechnet Kort mit einem weiteren Absatzrückgang von 0,2 Prozent. Nach Einschätzungen der Marktforschungsgruppe IDC soll der Absatz der Handhelds demnächst sogar um weitere 8,4 Prozent auf 11,4 Millionen Geräte zurückgehen, und auch im kommenden Jahr werde sich der Markt laut IDC nicht erholen.