Die letzte virtuelle Verbindung gibt es auch auf deutsch

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Einen standesgemäß dezenten aber entschiedenen Protest gab es nach der Veröffentlichung unseres Artikels ‘Eine letzte virtuelle Verbindung muss sein’ vom 12. November.

Einen standesgemäß dezenten aber entschiedenen Protest gab es nach der Veröffentlichung unseres Artikels ‘Eine letzte virtuelle Verbindung muss sein’ vom 12. November. Der Artikel berichtete von einer Webseite in den USA, über die man die letzten Dinge in Sachen Kommunikation mit den Hinterbliebenen regeln kann, und zwar elektronisch. Warum sollte man beim Abschied aus dieser Welt auf das Medium E-Mail verzichten?
“Bei dem Satz ‘Keine Plattform gab es mehr im Internet’ horchte ich dann auf”, schrieb uns daraufhin unser Leser Markus Alba. Das könne er nämlich widerlegen. “Es gibt bereits seit Juli dieses Jahres ein Internetportal, natürlich aus dem schönen Deutschland, das nicht nur den Teilbereich ‘E-Mail an die Hinterbliebenen und Freunde’ abdeckt (das überlassen wir dann gerne LifeTouch), sondern seinen Mitgliedern noch weitaus mehr Services wie das Hinterlassen seiner Wünsche, wichtiger Adressen und eben persönlicher Nachrichten anbietet.”

Als Betreiber der Webseite exomem.de legt Markus Alba großen Wert darauf, das Internet nur da zu nutzen, “wo es wirklich Sinn macht, zur Dateneingabe und Kommunikation mit dem Kunden. Per Post erhält er seine Mitgliedsunterlagen, per Post informieren wir Angehörige, Freunde und Bekannte”.

Mag der Gegenstand dieses Geschäftsmodells noch so traurig sein, er hat einen äußerst erfreulichen Aspekt, wie wir finden: Die New Economy ist auferstanden und haucht dem Wort ‘Dienstleistung’ neues Leben ein.