Supercomputer: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen IBM und HP

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Die Liste der 500 leistungsstärksten Supercomputer der Welt wurde noch nie so kräftig durchgemischt wie mit der aktuellsten Ausgabe.

Die Liste der 500 leistungsstärksten Supercomputer der Welt wurde noch nie so kräftig durchgemischt wie mit der aktuellsten Ausgabe, die kurz vor Beginn der internationalen Supercomputing Conference veröffentlicht wurde. Allein unter den ersten zehn Maschinen finden sich drei Neuzugänge. Während HPs PA-Risc-Plattform verloren hat, konnten IBMs PowerPC, AMDs Opteron und Intels Itanium 2 Boden gutmachen.
An der Spitze ändert sich dennoch nichts: Der Earth Simulator von NEC ist mit 35,6 Teraflops weiterhin der derzeit schnellste Supercomputer der Welt, gefolgt von HPs Asci Q mit 13,8 Teraflops. Auf Rang Drei findet sich nun der Apple-Cluster mit seinen 1100 Dual Core G5-CPUs, die über Infiniband vernetzt wurden. 10,3 Teraflops bringt der ‘Big Mac’ am Viginia Polytech Institute. AMD kann mit einem Cluster aus 2816 Opteron-Prozessoren am Los Alamos National Laboratory auf immerhin 8 Teraflops verweisen.

In den Linpack-Tests, mit denen die Leistungsfähigkeit in Rechenoperationen pro Sekunde ermittelt wird, hatten erst in der vergangenen Woche bei einem IBM-Prototypen für Aufsehen gesorgt: Blue Gene/L steigt auf Platz 73 ein und soll mit der 128-fachen Zahl von CPUs und 360 Teraflops in der Endausbaustufe die Führung übernehmen.

Die Gesamtleistung der 500 größten Rechner verzehnfacht sich damit weiterhin alle vier Jahre auf aktuell 530 Teraflops und soll im übernächsten Jahr die Marke von 1000 Teraflops (1 Petaflops) überspringen. An der Erstellung der Liste sind neben Wissenschaftlern an der University of Tennessee und dem Lawrence Berkeley National Laboratory in den USA auch Informatiker der Universität Mannheim beteiligt.

Hewlett-Packard ist mit 165 Maschinen vertreten und verweist IBM mit 159 erneut auf Platz zwei. Big Blue kann dagegen den größten Anteil der Rechenleistung verbuchen, nämlich 35 Prozent. Nur 24 Prozent gehen auf das Konto von HP. Der Xeon-Prozessor von Intel hat HPs PA-Rics als meist verwendete CPU in den Großrechnern abgelöst.