Microsoft will ins Musik-Business einsteigen

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Nach dem Dammbruch durch Apples iTunes will nun auch Microsoft den Online-Musikmarkt aufmischen.

Nach dem Dammbruch durch Apples iTunes will nun auch Microsoft den Online-Musikmarkt aufmischen. Der weltgrößte Softwarehersteller bestätigte, dass es im Laufe des kommenden Jahres einen entsprechenden Download-Dienst geben soll, der in das Online-Angebot MSN integriert werde.
Ein genaues Start-Datum wollte Microsoft zunächst nicht nennen. Allerdings werden schon Marketing-Leiter per Stellenanzeige gesucht, die zuerst das Geschäftsmodell festklopfen sollen, wie es in der Stellenbeschreibung heißt.

Apple hat nach eigenen Angaben in den sieben Monaten seit der Freischaltung von iTunes rund 17 Millionen Musikstücke über seine Plattform verkauft – zum Stückpreis von 99 US-Cent. Inzwischen hat aber auch Roxio den Napster-Dienst wieder zu einem kommerziellen Leben erweckt und auch der größte Einzelhandelskonzern der Welt, Wal-Mart, kündigte für diese Woche erste Tests für seinen Musik-Download-Dienst an.

Wegen der großen Verbreitung von Microsoft-Software auf den PCs weltweit werden Microsoft gute Chancen eingeräumt, einen Musikdienst schnell auf ein solides Fundament zu stellen. Dann könnte der Konzern, der noch immer mit zahlreichen Kartellverfahren zu kämpfen hat, erneut seine marktbeherrschende Stellung bei seinem Media Player ausnutzen.