EU nimmt Oracles Kaufabsichten unter die Lupe

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Jetzt muss sich Oracle nicht nur in den USA, sondern auch in Europa in die Karten schauen lassen.

Jetzt muss sich Oracle nicht nur in den USA, sondern auch in Europa in die Karten schauen lassen. Die Europäische Kommission (EU) hat gegen den Datenbankgiganten eine Untersuchung eingeleitet die aufklären soll, ob die Übernahme von Peoplesoft durch Oracle wettbewerbsrechtlich gedeckt ist.
Die Kommission nimmt an, eine Kombination der beiden Anbieter von ERP-Lösungen für den europäischen Markt könnte eine derartige Konkurrenzreduzierung nach sich ziehen, dass der Deal nicht abgeschlossen werden kann. In einem Statement sagten die Wettbewerbshüter: “Man muss das genauer untersuchen. Die Übernahme würde dazu führen, dass allein der deutsche SAP-Konzern noch ein Mitbewerber wäre.” Oracle und Peoplesoft machen immerhin so große Geschäfte in Europa, dass eine Untersuchung durch die EU diesbezüglich berechtigt wäre, so das Wall Street Journal.

Oracle gibt sich dem neuen Verlauf der Übernahmeschlacht gelassen hin und sagt: “Uns überrascht der Schritt der EU nicht.” Und Peoplesoft ist davon überzeugt, dass rechtliche Mängel bestehen.: “Es besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass die Akquisition gestoppt und verboten wird.”