Is’ ja billig: Sun und AOL werfen StarOffice-Desktops auf den Markt

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Nur einen Tag nachdem Sun einen Großauftrag für seinen ‘Java Desktop’ in China melden konnte, hat sich der Konzern mit einem anderen Schwergewicht in der Heimat zusammengetan.

Nur einen Tag nachdem Sun einen Großauftrag für seinen ‘Java Desktop’ in China melden konnte, hat sich der Konzern mit einem anderen Schwergewicht in der Heimat zusammengetan: Gemeinsam mit dem Internet-Serviceprovider AOL wird Sun PCs vertreiben, die zwar Windows XP in seiner ‘Home Edition’ verpasst bekommen sollen, dafür aber eine Office-Suite auf Basis von Suns StarOffice – unter dem Label ‘AOL Office’.
Angepeilt ist ein Preis unter 300 Dollar: Entscheidet sich der Kunde für ein Jahresabonnement von AOL für rund 24 Dollar monatlich, bekommt er zu diesem Preis einen 1,7 GHz Celeron mit 256 MB Speicher und einer 40 GB Festplatte samt Monitor und Drucker. Für Sun bedeutet der Deal den Zugang zu Millionen Kunden in den USA, während AOL hofft, seine Kunden auf diesem Weg besser an sich binden zu können.

Die beiden Partner, die für die Umsetzung mit dem US-Hersteller Systemax zusammenarbeiten, betrachten die Aktion als ersten Testlauf. Getreu der neuen Sun-Devise, die Konkurrenz immer öfter jetzt auch beim Preis zu schlagen, will die McNealy-Truppe aber offenbar noch tiefere Preisregionen erkunden. Dort soll sich nach Sun-Vorstellungen ein Thin Client mit Star Office finden. Für die kommenden Monate werden weitere Angebote in Zusammenarbeit mit Serviceprovidern erwartet.