Europäer bekommen Internet-Domains mit Umlauten

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Zum 1. März kommenden Jahres werden die Network Information Center (NIC) in der Bundesrepublik, der Schweiz und Österreich die Registrierung von Domains mit dem erweiterten Zeichensatz des IDN-Standards starten.

Zum 1. März kommenden Jahres werden die Network Information Center (NIC) in der Bundesrepublik, der Schweiz und Österreich die Registrierung von Domains mit dem erweiterten Zeichensatz des IDN-Standards starten. Mit dem ‘Internationalized Domain Name’ stehen 92 zusätzliche Zeichen für URLs zur Verfügung.
Neben den deutschen Umlauten ä, ö und ü können Franzosen dann auch ein é verwenden, Skandinavier etwa ein ø. Nur das ‘ß’ wird es nicht geben und soll weiterhin durch ‘ss’ dargestellt werden. Die Registrierungsstellen Switch (.ch) und Nic.at (.at) werden IDN parallel einführen.

Einzelne Dienstleister bieten bereits eine Vorab-Reservierung an. Das deutsche DeNIC weist allerdings darauf hin, dass damit kein Rechtsanspruch auf eine URL entsteht, weil man bewusst auf eine Vor-Registrierungsphase verzichtet habe. Die Inhaber von Domains, in deren Name ein Umlaut durch ‘ue’ oder ‘oe’ ersetzt wurde, sollen außerdem keinen Anspruch auf die entsprechende URL im IDN-Zeichensatz haben. Damit gilt wie gewohnt die Regel ‘Wer zuerst kommt, mahlt zuerst’.

Schwierigkeiten könnten noch Browser und Mail-Clients bereiten, die Umlaute in URL-Eingaben oder Empfängerfeldern nicht akzeptieren. Einige Hersteller haben aber schon entsprechende Plug-ins angekündigt.