Weniger UMTS-Antennen sind mehr

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Zur Olympiade in Athen werden in einem ersten Feldtest so genannte “schlaue Handymasten” ihren Dienst tun.

Zur Olympiade in Athen werden in einem ersten Feldtest so genannte “schlaue Handymasten” ihren Dienst tun. Diese Antennen fragen selbstständig nach Hilfe bei anderen Sendern nach, wenn sie überlastet sind. Dadurch könne der Bedarf an 3G-Sendern laut den Entwicklern bis zu 15 Prozent gesenkt werden. Getestet werden diese Antennen im Rahmen von ‘Adamant’ (Airport Dexision and Management Network).
Dies ist ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt. Ziel ist, die Verspätung von Flügen wegen zu spät kommender Passagiere einzudämmen. Fluggäste können via Handy über Verzögerungen bei Sicherheitskontrollen und Schlangen beim Check-in informiert werden. Zudem können die Passagiere über ihr Handy geortet werden. Damit Adamant reibungslos funktioniert, ist aber volle Netzabdeckung nötig.

Dafür sollen “schlaue” Antennen in einem hybriden ‘2.5G’-System sorgen, also einem Netz für GSM und UMTS, das von einer Projektgruppe der Queen Mary Universität in London entwickelt wurde. Diese Antennen kommunizieren miteinander über einen Software-Agenten. Ist ein Sender in einem Bereich überlastet, fragt der ohne menschliches Zutun bei den benachbarten Antennen nach Ressourcen. “Man kann zusätzliche Kapazitäten freisetzten, indem man einfach die Sender flexibler macht”, erklärte Laurie Cuthbert, eine der Erfinderinnen der Antennen.

Tote Punkte treten in normalen 3G-Netzen dann auf, wenn zu viele Nutzer den Dienst im Bereich eines Senders in Anspruch nehmen. Der Sender verkleinert dann den abgedeckten Bereich und schließt User an den Rändern vom Netz aus, indem die Antenne die Übertragungsstärke vermindert. Die Antwort der Forscher: eine besondere Anordnung von Antennen, bei der je nach Bedarf ein kreisförmiger Sende-Bereich in eine längliche Ellipse umgeformt werde.