Am Checkpoint Gaza wird biometrisch gefilzt

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Es gibt eine gute Nachricht: Israels Premierminister Ariel Scharon gibt das Geld des Landes nicht nur für Waffen und anderes Kriegsgerät aus.

Es gibt eine gute Nachricht: Israels Premierminister Ariel Scharon gibt das Geld des Landes nicht nur für Waffen und anderes Kriegsgerät aus. Er investiert in die Zukunft, wie immer die auch aussehen mag.
Sicherer für Israel, so zumindest könnte man meinen. Denn das Militär will den Checkpoint am Gazastreifen mit einem biometrischen System ausstatten. Dort sollen allmorgendlich die passierenden Palästinenser, die in Israel arbeiten, per Fingerabdruck und Gesichtsmuster erkannt und entweder durchgelassen oder zurück geschickt werden. Neben verbesserten Sicherheitsaspekten will man erreichen, dass der rege Durchgangsverkehr schneller vonstatten gehen kann.

Die Technologie stellt das israelische Unternehmen Ontrack, das auf die Entwicklung und Produktion von Smartcards spezialisiert ist. Jeder Arbeiter erhält eine Karte, auf der die Parameter der Handflächen und des Gesichts kodiert sind. Am Checkpoint stehen Scanner bereit, der Finger und Gesicht scannt und die Daten anschließend mit den Informationen auf der Karte abgleicht. Bei Übereinstimmung, die nach wenigen Sekunden ermittelt ist, darf der Palästinenser auf die israelische Seite. 

Vom israelischen Militär weiß man, dass es Listen von Palästinensern besitzt, die verdächtigt werden, Anschläge im kriegsgebeutelten Land zu planen oder durchzuführen. Sie sollen keine Karte und damit auch keinen Zutritt bekommen. Die Verantwortlichen sind laut US-Medienberichten davon überzeugt, dass das System nicht manipuliert werden kann. Man habe hier eine vorher nicht da gewesene Sicherheit geschaffen, weil gleich zwei Muster, Hand und Gesicht, abgeglichen werden müssten, nach dem Motto: Doppelt hält besser. Das sei einzigartig weltweit, so die Macher.

Am Checkpoint Gaza, der eigentlich Erez Checkpoint heißt, passieren täglich mehrere zehntausend Arbeiter die Grenze. Israel handhabt die Passage sehr restriktiv, weil es immer noch fast täglich zu Auseinandersetzungen kommt und potenzielle Gewalttäter die Grenze dort überqueren.