Japan bringt Tauschbörsianer hinter Gitter

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In Japan sind zwei Männer festgenommen worden, die verdächtigt werden, unerlaubtes und anonymes Filesharing betrieben zu haben.

In Japan sind zwei Männer festgenommen worden, die verdächtigt werden, unerlaubtes und anonymes Filesharing betrieben zu haben. Sie sollen Filme und Spiele im Internet verbreitet und damit gegen Urheberrechte verstoßen haben.
Die beiden 41 und 19 Jahre alten Internetsurfer nutzten für den Informationsaustausch ein Peer-to-Peer-Programm namens ‘Winny’, das sich jeder Surfer kostenlos herunter laden kann. Winny erlaubt, Dateien via Web auszutauschen, ohne dass der Absender seine IP-Adresse mitschickt und somit anonym bleibt. Anonymität beim Filesharing ist wichtig geworden, hat sich doch in diesem Jahr vor allem die Musikindustrie über das angebliche Sterben ihrer Branche beklagt, weil potenzielle Kunden lieber gratis Musik von anderen Rechnern im Netz herunter laden als CDs in den Läden zu kaufen. In den USA werden solche illegalen Tauschbörsen vehement bekriegt, wie die Fälle um Napster, dem bekanntesten Filesharing-Programm, gezeigt haben.

In Japan war es erst die zweite Verhaftung dieser Art. Es wird nun vermutet, dass die Regierung an den beiden Männern ein Exempel statuieren will und sie zu hohen Haftstrafen verurteilt werden könnten, weil immer mehr Menschen die Software zu illegalen Zwecken nutzen. Entdeckt wurden die Festgenommenen, weil das vom Provider Freenet zur Verfügung gestellt Programm doch nicht so anonym war wie die Beschuldigten dachten. Bei diversen Tauschvorgängen – unter anderem der Film ‘A Beautiful Mind’ und das Spiel ‘Super Mario Advance’ wurden mit dem Absender getauscht – flogen die beiden auf.