Microsoft eröffnet neue Front gegen Lindows

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Der Rechtsstreit zwischen Microsoft und Lindows, seinem Lieblingsgegner aus der Linuxwelt, hat sich nach Europa ausgeweitet.

Der Rechtsstreit zwischen Microsoft und Lindows, seinem Lieblingsgegner aus der Linuxwelt, hat sich nach Europa ausgeweitet. Anwälte des Unternehmens aus Redmond haben in den Beneluxstaaten und Schweden Lindows und verschiedene PC-Hersteller angeschrieben, dass das Linux-Betriebssystem den Markennamen von Microsofts Windows verletze.
In den Schreiben wurden Lindows und seine Händler aufgefordert, sofort die Auslieferung zu stoppen, sonst würden gerichtliche Schritte unternommen, wie es in amerikanischen Medien vermeldet wird. Außerdem solle die Webseite für alle Bewohner der Beneluxstaaten unzugänglich gemacht werden, forderte ein Microsoft-Anwalt. Der CEO von Lindows, Michael Robertson, will das Betriebssystem auch in Europa weiterverkaufen.

Der Lindows-CEO sieht in der Microsoft-Strategie den Versuch, sein Unternehmen mit den Prozessen finanziell auszubluten. “Es macht keinen Sinn, alle diese Klagen einzureichen, denn dieser Fall wird in drei Monaten vor einem US-Gericht entschieden, und wenn wir verlieren, werden wir unseren Namen ändern, und der Fall ist erledigt.”

Indes überrascht das Unternehmen mit einer Linux-Distribution speziell für portable PCs. Das Besondere sind spezielle Energiemanagement-Funktionen und Unterstützung für Wireless-Steckkarten. Zudem werden viele laptopspezifische Keys erkannt. Zu haben ist das Betriebssystem für rund 50 Dollar bei Lindows.com.