Los Alamos schlampert mit Nuklear-Daten

Management

Aus dem amerikanischen Atomlabor in Los Alamos sind mehrere Datenträger verschwunden.

Aus dem amerikanischen Atomlabor in Los Alamos sind mehrere Datenträger verschwunden. Ein Sprecher des Labors bestätigte, dass es sich um vertrauliche Daten über Atomprogramme anderer Nationen handle. Es würden neun Floppy-Disks und eine große Festplatte vermisst. Man gehe zwar davon aus, dass einige der Medien bereits vernichtet worden seien, jedoch sei das nicht ordnungsgemäß dokumentiert worden.
“Sicherheit ist unser oberstes Gebot”, so George Nanos, der Direktor des Labors. Offensichtlich müsse sich die Belegschaft noch besser um die Kontrolle sensibler Daten kümmern, diese Situation sei “völlig unakzeptabel”. Doch konnten drei voneinander unabhängige Untersuchungskommissionen keinem Mitarbeiter Fehler oder böswilliges Handeln nachweisen.

Indes zeigten erste Schätzungen der Labormitarbeiter, dass der Datenverlust höchst wahrscheinlich keine Bedrohung darstelle. Die Leitung der University of California, die für die National Nuclear Security Administration (NNSA) das Labor betreibt, hat  eine umfassende Prüfung angeordnet. Bereits zur Jahrtausendwende war es zu peinlichen Datenverlusten gekommen. Das Labor in Los Alamos erforscht und entwickelt für die amerikanische Regierung verschiedene Atomprogramme.