Anwender von Windows 9x im Upgrade-Zwang

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Unternehmen mit Windows 9x-Clients sehen harten Zeiten entgegen.

Unternehmen mit Windows 9x-Clients sehen harten Zeiten entgegen. Microsoft wird ab Mitte Januar den Support für die älteren Versionen einstellen und nur noch vereinzelt Security-Patches herausgeben – wenn überhaupt. Denn die Entscheidung, wie schlimm eine Lücke tatsächlich ist und ob sie einen Patch wert ist, liegt allein in der Hand der Redmonder.
Nach Schätzungen des US-Unternehmens AssetMetrix sind von den Folgen der Microsoft-Entscheidung gut ein Drittel aller Windows-Nutzer im Unternehmen betroffen. In einer Untersuchung, bei der 670 Unternehmen ab 10 Mitarbeitern und insgesamt etwa 370.000 Clients evaluiert wurden, kam heraus, dass rund 27 Prozent noch auf Windows 95 oder 98 laufen. Etwa 13 Prozent nutzen NT4 Workstation, während Windows 2000 etwas mehr als die Hälfte und XP nur 6,6 Prozent ausmachte.

Nachdem der Verkauf von Windows 98 per Gerichtsbeschluss wegen der Streitigkeiten um Microsofts Java-Adaptionen nun eingestellt werden muss, will die Gates-Company für Windows 98 ab Mitte nächsten Monats nur noch eingeschränkte Selbsthilfe über seine Website anbieten. Der so genannte ‘Extended Support’, der Microsoft zur Ausgabe von Patches bei der Entdeckung von Sicherheitslücken verpflichtet, wäre damit abgelaufen.

Für Windows 95 ist selbst diese Phase abgelaufen, das Produkt wurde mit dem Prädikat ‘End of Life’ versehen. Ein ähnliches Schicksal erwartet Nutzer von Windows NT4 Workstation. Das Lebensende hierfür ist ab Mitte nächsten Jahres vorgesehen.