Online-Musik läuft bald auf allen Playern

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Das Rechte-Kuddelmuddel um digitale Musik könnte bald ein Ende haben.

Das Rechte-Kuddelmuddel um digitale Musik könnte bald ein Ende haben. Der niederländische Elektronikkonzern Philips will in einem halben Jahr zusammen mit Intertrust ein offenes Digital Right Management System (DRM) auf die Beine stellen. Damit können die Konsumenten digitale Videos und Musik mit jedem beliebigen Player und darüber hinaus auch auf anderen Geräten abspielen.
Bei legalen Musik-Downloads konkurrieren derzeit viele verschiedene DRM-Systeme. Zumeist kann der Anwender die Formate nur über den Computer, respektive über den Player, der das entsprechende DRM-System unterstützt, anhören. So können etwa Dateien, die von Mircrosoft-Portalen stammen auch nur mit einem Windows Media Player aufgerufen werden.

“Die Verbraucher wollen ein offenes System und die Industrie will es auch”, erklärte Ruud Peters, CEO bei Philips gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. So sei es beispielsweise möglich, den Microsoft Player in Endgeräte einzubauen. Aber: “Die Elektroindustrie hat erkannt, dass Microsoft einen formidablen Player hat, aber die Hersteller von Consumer-Elektronik wollen sich nicht von Microsoft abhängig machen.”

Dabei solle DRM als Beschleuniger für die Verkaufszahlen von digitalen Medien und Abspielgeräten dienen. Außerdem könne man so der Medienindustrie zeigen, dass ihre Produkte trotzdem geschützt sind. “Es soll keine Wettbewerbswaffe sein”, fügte der CEO noch an, er hoffe mit dem interoperablen System in etwa einem halben Jahr auf den Markt kommen zu können und wähnt sich breiter Zustimmung von Filmhändlern und Musikverlagen.