Musikdownload vom Supermarkt um die Ecke

Management

Der jüngste Mitspieler im Musik-Download-Geschäft ist der amerikanisch Handelskonzern Wal-Mart.

Nachdem viele Unternehmen dem Rechnerhersteller Apple dabei zugesehen hatten, wie er Musik-Download zum Geschäftsmodell machte, wollen nun immer mehr von ihnen auch eine Scheibe abbekommen. Der jüngste Mitspieler ist dabei der amerikanisch Handelskonzern Wal-Mart. Hier gibt es jetzt in den Niederlassungen in den USA eigene Download-Dienste.
In den virtuellen Läden von Wal-Mart soll der MP3-Kauf etabliert werden. Deshalb ist das Einsteigerangebot auch mit 88 Cents je Titel niedrig gehalten. Die Masse soll es hier richten, denn mit diesem Preis kommt das Warenhaus vermutlich mit einem zielgruppenorientierten Ansatz nicht auf seine Kosten. Wal-Mart ist sich dessen bewusst und hat daher sein Angebot ganz gegen die “Erfinder” des Online-Downloads für Cash, Apple, gerichtet. Im iTunes Music Store gibt es nichts unter 99 Cent. Der offizielle Rollout ist für den Jahresanfang geplant. Nach einigen Kundenumfragen Mitte 2004 sollen Anpassungen an dem Angebot vorgenommen werden.

Dieser geballten Macht stemmt sich Apple seit kurzem mit einer Kooperation entgegen und nennt erste Details. Die Kunden des Internet-Serviceproviders AOL können nun direkt über die gewohnte Site den iTunes Store betreten und die Abrechnungen nach dem Einkauf mit ihrem AOL-Bezahldienst ‘Wallet’ begleichen. Es gibt demnach sogar einzelne Titel aus vergangenen Charts für 50 Cents. Mit dieser Kooperation will Apple die breite Kundenbasis abgrasen, die mittlerweile bei AOL ist: 33 Millionen Mitglieder zählt der Dienst jetzt weltweit.