Fernsehkabel unentbehrlich für ‘digitales Zuhause’

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Motorola, Matsushita und Toshiba schließen sich zu einer Allianz zusammen, ein Start-up entwickelt einen Netzwerk-Chip – und dies alles, um dem altgedienten Koaxialkabel zu neuem Glanz zu verhelfen.

Die IT-Unternehmen Motorola, Matsushita und Toshiba schließen sich zu einer Allianz zusammen, ein Start-up entwickelt einen Netzwerk-Chip – und dies alles, um dem altgedienten Koaxialkabel zu neuem Glanz zu verhelfen. Immerhin 270 Mbit/s Durchsatz sollen so zu erreichen sein und den Traum vom digitalen Zuhause greifbar machen. Das gaben die Unternehmen nun bekannt. Die neue Technologie soll zur Verbreitung digitaler Daten dienen.
Dadurch sollen Videos und andere Inhalte mit hoher Qualität und Geschwindigkeit zwischen Fernsehern, digitalen Videorekordern, PCs und anderen Geräten gesendet werden können. Das berichtet das Wall Street Journal. Der besondere Vorteil der Kabelverbindung sei, dass sie bereits in zahlreichen Haushalten vorhanden ist. Die Unternehmensgruppe, die sich Multimedia over Cable Alliance (MoCA) nennt und Mitglieder wie Motorola, Matsushita, Toshiba und Comcast hat, will einen neuen Koax-Standard festlegen

Mit Hilfe der Technologie, die vom Start-up Entropic entwickelt wurde, soll es möglich sein, über die Kabelverbindung digitale Daten 20-mal schneller als über die meisten aktuellen Heim-Netzwerke zu versenden. Entropic hat nach Angaben der Zeitung einen Chip entwickelt, der dazu beiträgt, Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 270 Megabit pro Sekunde zu senden. Die garantierte Bandbreite soll bei etwa 100 Mbit/s liegen. Demgegenüber steht die schnellste Variante der WLAN-Verbindung mit nur 54 Mbit pro Sekunde.

Die Elektronik-Giganten sind sich der Konkurrenz durch die Datenübertragung via WLAN, Ethernet und Telefonkabel bewusst. “Koax ist nur ein weiterer Weg, das Zuhause zu vernetzen”, sagte Dave Rossetti, Vizepräsident bei Cisco. Demnach soll die neue Technologie im dritten Quartal dieses Jahres auf den Markt gelangen. Und dann wird sich auch ihre Konkurrenzfähigkeit zeigen. Zwei starke Partner scheint die Technik jetzt schon sicher zu haben: Intel und Microsoft kündigten zum Jahreswechsel an, die Technik für digitale Heimvernetzung im anlaufenden Jahr ernst zu nehmen und strategische Produkte dafür vorzustellen.