Fernöstlicher Zuwachs für die Linux-Familie: Asianux ist unterwegs

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Zwei asiatische Software-Unternehmen, Red Flag aus China und Miracle Linux aus Japan, wollen eine asiatische Version des Betriebssystems Linux auf den Markt bringen.

Zwei asiatische Software-Unternehmen, Red Flag aus China und Miracle Linux aus Japan, wollen eine asiatische Version des Betriebssystems Linux auf den Markt bringen. Nun gibt es erste Details hierzu: Die Software mit dem Namen ‘Asianux’ solle bis Mai erhältlich sein.
Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, werden die beiden Unternehmen Asianux gemeinsam im neu gebauten chinesischen Entwicklungszentrum des amerikanischen Software-Unternehmens Oracle in Peking entwickeln. Oracle ist mit 58,5 Prozent an Miracle Linux beteiligt. “Wir wollen Asianux jetzt auf den Markt bringen, weil Linux in Asien einen starken Aufschwung erlebt”, sagt Chris Zhao, Geschäftsführer von Red Flag. Die asiatischen Regierungen förderten das Betriebsystem und immer mehr Verbraucher würden den Nutzen von Linux erkennen, so Zhao.

Asianux soll Microsofts Dominanz im asiatischen Markt brechen, heißt es bezüglich der Pläne der asiatischen Softwareentwickler. Einige Regierungen in Asien seien über die Sicherheitslücken von Microsofts Betriebssystem Windows beunruhigt. Die Regierungen “wollten nicht von einem einzigen ausländischen Unternehmen abhängen”, schreibt das Blatt.