Börsengang von X-Fab akut gefährdet

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Der Börsengang des Erfurter Chipproduzenten ‘X-Fab’ am 19. März könnte ausfallen, weil sich nicht genug zeichnungswillige Anleger finden.

Der Börsengang des Erfurter Chipproduzenten ‘X-Fab’ am 19. März könnte ausfallen, weil sich nicht genug zeichnungswillige Anleger finden. Weder Fondsmanager noch Privatanleger zeigten ausreichend Interesse an den Aktien, meldet die Financial Times Deutschland (FTD).
Dagegen berichtet das Handelsblatt, dass vor allem ausländische Investoren Anteilsscheine von X-Fab kaufen. Die Zeitung beruft sich auf Informationen von ING Investment Banking, dem Konsortialführer für den Börsengang des Chipherstellers. Das könne er sich nicht vorstellen, kommentierte Boris Boehm, Fondsmanager von Nordinvest, gegenüber der FTD Meldungen über zeichnungswillige ausländische Investoren.

Ein nicht namentlich genannter Fondsmanager verwies auf den geplanten Börsengang des chinesischen Chipherstellers ‘Semiconductor Manufacturing International’ (Smic) in New York und Hongkong. Wenn er die Wahl habe zwischen dem chinesischen Marktführer und einem deutschen Nischenanbieter, sei seine Entscheidung klar, sagte der Manager. Der Börsengang von Smic gilt als die größte Neuemission in der Geschichte Chinas. Handelsdebüt ist am 17. März in New York und am 18. März in Hongkong.

Die Zeichnungsfrist für X-Fab endet am 16. März, die Erstnotiz im Amtlichen Handel ist für den 19. März geplant. Die Preisspanne liegt zwischen 10 und 14 Euro je Aktie. Die außerbörslichen Kurse beim Wertpapierhändler Lang & Schwarz sind inzwischen unter 10 Euro gefallen.