Zum Kostensparen fehlt der Münchner Stadtverwaltung das Geld

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Chronisch leere Kassen und Ressentiments bei Mitarbeitern machen der Münchner Stadtverwaltung den Umstieg auf das Open-Source-Betriebssystem Linux schwer.

Chronisch leere Kassen und Ressentiments bei Mitarbeitern machen der Münchner Stadtverwaltung den Umstieg auf das Open-Source-Betriebssystem Linux schwer. Aus dem Amt Informations- und Datenverarbeitung heißt es jetzt, dass keine weiteren Mittel für die Feinabstimmung des Betriebssystems bereit gestellt würden. Wegen fehlender Freistellungen gebe es zudem erheblichen Personalmangel.
Auch stellten sich noch viele Abteilungen und Referate gegen das neue Betriebssystem. Neben mangelnder Innovationsbereitschaft der Verwaltung machen auch technische Probleme den Umstieg schwierig. Dazu kommt noch, dass sich sehr wenige Anbieter von kleineren Applikationen merklich auf Linux zubewegten.

Erst im Mai letzen Jahres fiel die Entscheidung im Stadtrat, mit der auch 30 Millionen Euro für den Umstieg eingeplant wurden. “Das kann man mit dem Fall der Mauer vergleichen”, kommentierte damals SuSE-Vorstandschef Richard Seibt das Ergebnis. “Ich denke, das ist die größte Entscheidung im Bereich E-Government in Europa, vielleicht sogar in der ganzen Welt.”

Sogar Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte sich persönlich in das schöne Bayern begeben, um vor Ort für Microsoft zu werben – ohne Erfolg. Die Rot-Grüne Fraktion setzte sich mit einem Mehrheitsentschluss durch. Jetzt sind die Kassen klamm und Hilfe soll von IBM und Suse kommen.