‘Mega’-Browser wird marktreif

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Mit seinem neuartigen Browser hat ein 17-jähriger Brite nun die IT-Öffentlichkeit noch einmal überrascht.

Mit seinem neuartigen Browser hat ein 17-jähriger Brite nun die IT-Öffentlichkeit noch einmal überrascht. Binnen sieben Monaten soll das ‘Xwebs’ genannte Produkt patentiert und kurz darauf auch vermarktet werden. Das verspricht der Erfinder Adnan Osmani gegenüber dem Magazin Electric News Net.
Er habe für den so genannten Mega-Browser bereits intensive Gespräche begonnen, so heißt es. Vermutet wird in der Branche, dass sich Microsoft das Patent sichern will. Schließlich hat der Redmonder Softwarekonzern dem hoffnungsvollen Erfinder bereits nach dem Uni-Abschluss einen Job in der Entwicklungsabteilung angeboten. Was Microsoft ebenso wie andere Hersteller proprietärer Software interessieren könnte, sind die Features. Das Programm soll mitunter multiple Verbindungen zu bis zu 120 Suchmaschinen und über 30 verschiedene integrierte Audio- und Video-Player handhaben können.

Die auf Microsofts Internet Explorer basierende Software war der Öffentlichkeit bei einer Wissenschafts-Preisverleihung im letzten Jahr vor allem deshalb ins Auge gestochen, weil sie für sich beansprucht, die Effektivität beim Surfen um das Drei- bis Fünffache zu erhöhen. Das gewährleiste die so genannte Hyperspeed-Technology, die durch multiple Anfragen von einer beliebigen Website aus nach der gewünschten Information fahnde und somit die Suche und den Seitenaufbau über eine herkömmliche Telefonleitung deutlich beschleunige. Das geschehe über mehrere kleine Datenströme, die wenig Bandbreite beanspruchten, aber wirksam seien.

Auch diese Technik, so Osmani, habe er verbessert. Doch nachdem ihm wegen seiner Jugend und seines Erfolges in Newsgroups unlautere Absichten nachgesagt worden waren, hat er sich von positiv besetzten Namen gründlich verabschiedet. Die neue Technik, die den Browser noch schneller machen soll, heißt nach einem Knaben der griechischen Sage ‘Ikarus’ – der Sohn des Daedalus war mit Wachsflügeln zu nahe an die Sonne geflogen und ins Meer gestürzt. Dieses Schicksal wird das IT-Wunderkind wohl nicht zu teilen haben, hofft er.