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Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA ist um eine virtuelle Funktion reicher geworden.

Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA ist um eine virtuelle Funktion reicher geworden. Über den Buchhändler Amazon können jetzt mündige Bürger der USA ihren Favoriten für die Präsidentschaftswahlen im November mit einer Spende unterstützen. Das Unternehmen wolle es den Wählern einfacher machen, kleine Spenden für die Kandidaten zu geben. Allerdings dürfen nur Staatsbürger oder ständige Einwohner eine Spende zwischen 5 und 200 Dollar abgeben.
“Wir erlauben unseren Kunden schon heute alle möglichen Dinge zu kaufen und zu unterstützen. Es ist nur eine natürliche Erweiterung dessen, was wir ohnehin schon tun”, so kommentierte Chris Bruzzo, ein Amazon-Sprecher gegenüber amerikanischen Journalisten die Aktion.

Die Kampagne von Präsident Bush und Kandidat Joe Lieberman könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht unterstützt werden. Sie wurden zwar angeschrieben, hätten aber noch nicht geantwortet, so heißt es. Amazon ist jetzt in der Lage schon so etwas wie eine Hitliste der Präsidentschaftsanwärter herauszugeben. Letzte Woche etwa führte der Demokrat John Kerry das Amazon-Barometer mit an.

Das Unternehmen werde die Spendernamen an die Federal Elections Commission weiterleiten, wo sie dann eventuell veröffentlicht werden. Amazon behält übrigens rund fünf Prozent der Zuwendungen für sich selbst ein.