T-Systems hat viel vor: MPLS und die Bundeswehr

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Für die nordamerikanischen Kunden des TK-Netzbetreibers Level3 soll der technische Zugang zu Internet-Dienstleistungen durch MPLS-Angebote angenehmer und schneller werden.

Für die nordamerikanischen Kunden des TK-Netzbetreibers Level3 soll der technische Zugang zu Internet-Dienstleistungen durch MPLS-Angebote (Multi Protocol Label Switching) angenehmer und schneller werden. Und die Bundeswehr soll mit Technik von T-Systems und Partnern ihre Funkanlagen für die kommenden Auslandseinsätze in aller Welt anpassen können. Das ist bislang zwar noch nicht entschieden, aber Gegenstand der Verhandlungen mit einem potentiellen Kunden, der früher schon auf die Hilfe der Telekom-Tochter zurückgegriffen hat.
T-Systems, der Satelliten-Funknetzanbieter OHB-System und Thales Communications bewerben sich einer Mitteilung zufolge als Konsortium für den Aufbau und Betrieb eines neuen Satellitenkommunikationsnetzes der Bundeswehr. Das weltumspannende Netz soll die Einsätze der deutschen Streitkräfte verknüpfen. Dabei, so werben die drei Unternehmen für ihr Konzept, erhalte die Bundeswehr eigene Satelliten für den militärischen Sprachverkehr und Datenaustausch. Die Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine sollen so mit gesicherten Kommunikationswegen sowohl von Deutschland zu den Einsatzgebieten als auch vor Ort arbeiten können. Die Frist für die Abgabe der Angebote endet am 15. April. Die Unternehmen wollen, Globalisierung hin oder her, mit ihrer nationalen Bindung als deutsche Unternehmen die Konkurrenzbewerber ausstechen.

Ziviler und auch greifbarer geht es bei der Zusammenarbeit mit Level3 zu: Basierend auf dem nahezu lückenlosen Glasfasernetz der Amerikaner will die Telekom-Tochter den Kunden neue Datenübertragungsdienste bieten. Netzabdeckung und Services sollen dadurch für große Unternehmenskunden mit Nordamerika-Standorten ausgeweitet werden. Die Partnerschaft für die Netzwerk-Infrastruktur soll den Zugriff auf ein dichtes Backbone-Netz mit über 100 Netzknoten zulassen, was die lokalen Anschlusskosten (Local loop) verringern soll. Die Großunternehmen sollen durch die MPLS-basierten Services flexibler sein, weil sie Netze direkt verbinden können, unabhängig von bestimmten Übertragungsprotokollen wie ATM, Frame Relay und Ethernet. Eine nutzungsabhängige Abrechnung soll das Angebot abrunden, dass sich ab sofort an Konzerne mit Niederlassungen in den USA richtet.