‘Super Tuesday’ kurios: Mehr Stimmen als Wahlberechtigte

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Im Film “Mein Freund Harvey” hat  der Junggeselle Elwood P. Dowd einen Freund.

Im Film “Mein Freund Harvey” hat  der Junggeselle Elwood P. Dowd einen Freund. Der ist zwei Meter groß, außerdem ein Hase und keiner außer Dowd kann ihn sehen. Vielleicht haben bei den demokratischen Vorwahlen zur Präsidentenwahl im November in den USA auch ein paar Bunnies mitgewählt, denn in 21 Bezirken haben die Wahlmaschinen mehr Stimmen gezählt als es Wahlberechtigte gibt.
Oder die Erklärung ist eine ganz einfache. Der Hersteller der Wahlcomputer, Hart InterCivic, fasst das kuriose Ergebnis so zusammen: Es sei kein Fehler in der Technik gewesen, sondern sozusagen menschliches Versagen. Die Wahlhelfer seien im Vorfeld nicht ausreichend geschult worden und hätten die Maschinen falsch bedient, zitiert die Los Angeles Times das Unternehmen. Fehler seien vor allem bei der Eingabe des Wahlbezirks gemacht worden. So hätten Wahlhelfer vor der Stimmabgabe mancher Wähler den falschen Bezirks-Code eingetippt. Viele Stimmen seien dadurch für ganz andere Bezirke gezählt worden. So seien schließlich die überschüssigen Stimmen zustande gekommen.

Unterdessen hat der Kandidat der Demokraten John Kerry vier weitere Bundesstaaten für sich entschieden. Die 7000 falschen Stimmen werden wohl nicht mehr entscheidend sein für seine Kandidatur, die ohnehin schon entschieden ist. Dennoch wird man sich noch einmal mit den Wahlmaschinen befassen müssen. Im November könnte es wieder knapp werden und die Amerikaner können sich ein erneutes Wahldebakel wie 2000 nicht erlauben. Sonst wäre jede Glaubwürdigkeit verloren.