NASA-Forscher entwickelt den “Flüster-Computer”

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Krach Plus Gegenkrach ist gleich Stille, mit dieser einfachen Formel will der Physik-Professor Scott Sommerfeldt nervtötend lauten PCs im Büro den Garaus machen.

Krach Plus Gegenkrach ist gleich Stille. Mit dieser einfachen Formel will der Physik-Professor Scott Sommerfeldt nervtötend lauten PCs im Büro den Garaus machen. Der Wissenschaftler nutzte Erfahrungen aus seiner Zeit bei der NASA und entwickelte ein Verfahren, das das Rumoren der Büroausstattung zum Flüstern bringt. Bei einem handelüblichen PC kostet die Mehrausstattung nach seinen Worten nur rund 20 Dollar mehr.
“Wir versuchten eine ärgerliche und ermüdende Angelegenheit zu bewältigen”, so Sommerfeldt in der aktuellen Ausgabe des ‘Noise Control Engineering Journal’. “Eines Abends haben ich im Büro meinen Drucker und meinen Computer abgeschaltet, um nach Hause zu gehen. Dabei habe ich festgestellt, wie viel ruhiger es plötzlich war.” Der Forscher machte sich daraufhin prompt an die Lösung des Problems und griff dabei auf seine Erfahrungen zurück, die er bei einem NASA-Projekt gesammelt hatte. Dabei ging es allerdings darum, den Lärm von Flugzeugtriebwerken zu reduzieren.

Für die Computer-Variante nutzte Sommerfeldt einen Bausatz aus je vier Mikrofonen und Mini-Lautsprechern sowie einen eigenen Mikroprozessor. Die Mikrofone zeichnen den Lüfterlärm auf, anschließend wird er im Chip phasenbearbeitet und durch einen Lautsprecher direkt neben dem Lüfterrad wieder abgegeben. Durch die Phasendrehung heben sich beide Geräusche gegenseitig nahezu aus. Für das typische Pfeifgeräusch des Lüfters funktioniert das Verfahren laut Sommerfeldt perfekt, jetzt will er auch noch das Rauschen des Kühlluftstroms in Angriff nehmen. Die Arbeit bei der NASA übrigens, betonte der Wissenschaftler, sei anspruchsvoller gewesen.