Bei Google finden Personalisierung und ‘Froogle’ auch noch Platz

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Dem Suchmaschinenbetreiber Google wird das Hemd zu eng.

Dem Suchmaschinenbetreiber Google wird das Hemd zu eng. Das Unternehmen hat jetzt auf seiner internationalen Website ein Werkzeug eingebaut, das es Online-Shoppern erlauben soll, ihre Einkaufslisten im Web besser zu überblicken und die ausgesuchten Produkte besser sichtbar zu machen. Ein Listing nach dem Preis ist die erste Kategorie, die Froogle nach einer Unternehmensmitteilung erkennt. Ihr sollen weitere folgen.
Außerdem soll eine Geschäftsidee eingeführt werden, die seit Jahren gern versucht wird und selten glückt: echte Personalisierung. Dafür sollen nun neue Dienste wie “‘Web Alerts’ und ‘Personalized Web Search’ sorgen, die das Unternehmen in einer eigenen Testlabor-Website erprobt. Dabei sollen die Präferenzen des Nutzers bei der Auflistung von Ergebnissen berücksichtigt werden. Mit der Zeit soll das Tool sogar lernen”, sagen die Google-Manager ohne sich genauer darüber zu äußern.

In dem anstehenden Kampf um die besten Stücke zwischen den Suchspezialisten Google, Yahoo und Microsoft, von denen sich die beiden Letzteren erst diese Woche enger zusammengeschlossen haben, sind solche Zusatzlockstoffe nicht ohne Belang. Können sie doch selbst angestammte Nutzer abwerben.

Doch Google hat nicht nur aus dem eigenen Sektor Zunder bekommen: Das Technikunternehmen Digital Envoy hat die Suchmaschinenfirma nun verklagt, da Google bei seinen gezielten Werbebanner-Versendungen geistiges Eigentum des kleineren Unternehmens verwendet haben soll. Das Geschäft mit den Werbebotschaften wurde Google bereits zum Verhängnis, bevor der Dienst überhaupt laufen gelernt hatte.