Pensionierter Erfinder bittet Sharp zur Kasse

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Der japanische Elektronikkonzern Sharp ist von einem früheren Angestellten auf die Zahlung von 4,6 Millionen Dollar verklagt worden.

Der japanische Elektronikkonzern Sharp ist von einem früheren Angestellten auf die Zahlung von 4,6 Millionen Dollar verklagt worden. Der Kläger beansprucht, als Sharp-Mitarbeiter eine Schlüsseltechnologie entwickelt zu haben, die das Unternehmen bei der Produktion von LCD-Bildschirmen (Liquid Crystal Displays) einsetzt. Die Klage wurde vor dem Bezirksgericht Osaka eingereicht.
Der Mann sei in seinen 60ern, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Nach seiner Pensionierung habe er von Sharp für die patentierte Erfindung eine Prämie von etwa 7000 Dollar erhalten. Laut Anklageschrift mache das Unternehmen dank der Erfindung jedoch einen zusätzlichen Gewinn von rund 880 Millionen Dollar, bis das Patent im Jahr 2009 auslaufe. Sharp lehnte zunächst einen Kommentar ab.

Erst Anfang Juni hatten sich Sony und der deutsche Erfinder Andreas Pavel außergerichtlich über die Erfindung des Walkman geeinigt. Dafür hat Sony nach Presseberichten “einige Millionen Euro” locker gemacht. Pavel überlegt jetzt, auch andere Musik-Player-Hersteller zu verklagen.