Microsoft will Musik vermieten

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Unter dem Codename ‘Janus’ arbeitet Microsoft derzeit an einem neuen Digital-Rights-Management-System, mit dem Musikdateien nicht verkauft, sondern vermietet werden können.

Unter dem Codename ‘Janus’ arbeitet Microsoft derzeit an einem neuen Digital-Rights-Management-System (DRM), mit dem Musikdateien nicht verkauft, sondern vermietet werden können. Janus soll im geplanten Online-Musik-Service ‘MSN Music’ zum Einsatz kommen, berichtet Betanews. Die Musikdateien können als Abonnement voraussichtlich sowohl für den Windows Media Player auf dem heimischen PC als auch auf das geplante Media Portable Center heruntergeladen werden.
Die Details von Microsofts Musik-Strategie sind bislang zwar noch nicht bekannt. Experten gehen jedoch davon aus, dass MSN Music eng mit dem Windows Media Player verknüpft wird. Mit Hilfe von Janus kann über diese Plattformen Musik in einer Art Abonnement-Modell sowohl auf Desktops als auch mobile Geräte heruntergeladen werden. Zusammen mit einer ‘Zeitbombe’, die die Songs löscht, wenn die Zahlungen für das Abonnement ausbleiben. Die fortlaufenden Zahlungen müssen online bestätigt werden.

Ein genauer Starttermin für den Dienst steht noch nicht fest. Nach den Worten eines MSN-Sprechers soll es frühestens im Herbst mit 700.000 Titeln losgehen. Den Managern mehrerer großer Musik-Konzerne wurde bereits Ende März in Redmond eine Alpha-Version von MSN Music demonstriert. Microsoft verspricht seinen Kunden bereits jetzt den umfassendsten Online-Musik-Katalog und umschmeichelt deshalb heftig Plattenfirmen und Musikkonzerne.