Die Kooperation von Sun/Microsoft: Darum geht es

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Die Unzufriedenheit der Kunden hat es möglich gemacht.

Die Unzufriedenheit der Kunden hat es möglich gemacht: In einem breit angelegten Abkommen für die gegenseitige Lizenzierung von Technologien und Patenten wollen die einstigen Rivalen für eine bessere Integration ihrer Systeme in inhomogene Umgebungen sorgen. Folgendes umfasst das Lizenzprogramm zwischen Sun und Microsoft:


  • Beide Unternehmen werden Zugriff auf die Server-Technologien des anderen haben, um sie besser aufeinander abstimmen zu können. Das umfasst sowohl die Einbindung von Windows-Clients durch Sun-Server als auch das Identity Management. Demnach wird es möglich sein, User-Kennungen zwischen Microsofts Active Directory und Suns Identity Server auszutauschen.


  • Sun wird die Kommunikationsprotokolle des Windows-Betriebssystems für Desktops lizenzieren. Das entsprechende Lizenzprogramm dazu wurde im Zuge der Einigung im Kartellstreit zwischen Microsoft und dem Justizministerium aufgesetzt.


  • Microsoft wird die selbstentwickelte Java Virtual Machine weiterhin unterstützen.


  • Sun wird seine Xeon-Server für Windows zertifizieren und ein entsprechendes Programm für seine Opteron-Server aufsetzen.


  • Beide Unternehmen werden zusammenarbeiten, um eine bessere Interoperabilität zwischen Java- und Dotnet-Umgebungen zu erzielen.

Außerdem haben sich beide Parteien dazu verpflichtet, bei der Verletzungen ihrer Patentrechte von Rechtsmitteln abzusehen. Laufende Verfahren sind genauso davon betroffen wie Suns Beschwerde bei der EU-Kommission, die ein Kartellrechtsverfahren nach sich zog und vor zwei Wochen eine Geldbuße von 497 Millionen Euro für Microsoft als Resultat hatte.