Utility Computing bald bei Amazon und Ebay?

Management

In ein paar Jahren könnten bisher unbeteiligte On-Demandler das Heft bei IT-Diensten in die Hand nehmen.

Es klingt ein bisschen gewagt, aber das sind Thesen ja öfters. In ein paar Jahren könnten bisher unbeteiligte On-Demandler das Heft bei IT-Diensten in die Hand nehmen. Amazon, Ebay, Google und Yahoo haben nach Meinung der IDC-Marktforscher das Zeug, IBM, EDS oder auch CSC im Markt von Utility Computing Paroli zu bieten.
“Die Kombination von neuen Anbietern und der flexiblen Natur des Utility-Computing-Konzepts könnte nicht nur die On-Demand-Landschaft vor neue Aufgaben stellen, sondern auch die heutigen Provider zu Überlegungen zwingen, wie sie sich und ihre Dienste in Zukunft organisieren”, sagte David Tapper, IDC Research Director für IT Outsourcing, Utility, and Offshore Services. Die Jungen wie Amazon und Ebay müssten sich umstellen, aber mehr noch werden sich nach seiner Meinung wohl die ‘alten’ Anbieter anstrengen müssen, wollen sie sich nicht hinten anstellen in einem Bereich, der gerade immer mehr im Kommen ist.

Hinzu kommen die Weiterentwicklung der Telekommunikation, insbesondere Voice-over-IP. Ohne große Infrastruktur aufbauen zu müssen, ist ein ausgefeilter Telefondienst machbar und der Beginn einer Service-Provider-Karriere nicht mehr ausgeschlossen. Heute böten die genannten potenziellen Neulinge zwar noch ausschließlich Verbraucher-Lösungen und -dienste an. “Aber was spricht dagegen, dass sie in ein paar Jahren auch Unternehmen ansprechen und bedienen können?”, fragt der Analyst.

Alles was mit Utility Computing zu tun habe, sei standardisiert oder auf dem Weg dahin und anpassungsfähig zum Beispiel an die Größe einer Firma – gemeint ist unter anderem Storage, Software, Rechenleistung und Bandbreite. Dieser Trend zur flexiblen Aufbereitung hochkomplizierter Infrastrukturen stelle den perfekten Nährboden für Außenseiter, die sich neue Geschäftsfelder erschließen wollen.

Neben Google oder Yahoo gibt IDC auch solchen Herstellern eine Chance den On-Demand-Markt zu entern, die eine gute Stellung im Mittelstand haben. Wie bei den genannten Verkaufsplattformen und Suchmaschinen sei bald nicht viel Startkapital notwendig, um IT-Serivces zu initiieren. Das könnte sich dann wiederum auf die Kosten für die Dienste niederschlagen.

Spontan fallen Tapper Dell und Microsoft ein. Deren Präsenz und Bekanntheit bei kleinen und mittelständischen Unternehmen helfe möglicherweise, dass sich kleinere Firmen auf deren Dienstangebote eher einlassen, weil sie die Hersteller kennen. Für den Consumer werde sich einiges zum positiven verändern können. “Aus Industriesicht können wir ein ordentliches Durcheinander erwarten”, so Tapper.