Microsoft verliert seine Unschuld bei Open Source

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Nach der Einigung mit Sun überrascht Microsoft erneut. Redmond hat erstmals Software unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht.

Nach der Einigung mit Sun überrascht Microsoft erneut. Redmond hat erstmals Software unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht: das Programm ‘Windows Installer XML’ (WiX). Damit erstellen Entwickler aus XML-Code Installationspakete für Windows. Das Tool läuft unter Windows NT und Windows 2000.
Auf der Website von SourceForge, einer Initiative von Open-Source-Entwicklern, kann man WiX kostenlos herunterladen. Redmond stellt das Programm unter einer ‘Common Public License’ (CPL) zur Verfügung. Diese ermöglicht es, den WiX-Quellcode weiter zu entwickeln und in kommerziellen Produkten zu verwenden.

Bisher hatte Microsoft nur ‘Shared Source’-Projekte verfolgt. Dabei erlaubt Redmond ausgewählten Parteien wie Regierungen und Universitäten den Einblick in den Windows-Quellcode. Mitte Februar wurden Teile der Quellcodes illegal im Internet verbreitet.

Jason Matusow, Microsofts Manager für die Shared-Source-Projekte, sagte in US-Medien, es könne durchaus sein, dass Redmond weitere Software unter einer Open-Source-Lizenz veröffentliche. Dabei werde es sich allerdings nicht um das “Herz” von Windows handeln, so Matusow.