Linux kommt, aber langsam

Management

Linux wird Windows in Unternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten nicht so bald als führendes Betriebssystem ablösen.

Linux wird Windows in Unternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten nicht so bald als führendes Betriebssystem ablösen, sagt das amerikanische Marktforschungsunternehmen Yankee Group. Der Grund dafür seien die hohen Kosten des Umstiegs bei den großen Unternehmen. Yankee Group hat weltweit 1000 Administratoren befragt.
Bei den Unternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten bezeichneten 90 Prozent der Befragten einen kompletten Umstieg von Windows zu Linux als ‘teuer’, ‘extrem komplex’ und ‘zeitaufwendig’. Für diese Unternehmen sei es drei bis vier mal teurer und dauere drei mal länger, von Windows auf Linux umzusteigen, als eine neue Version von Windows einzuspielen, sagte Laura DiDio, Analystin der Yankee Group, der Nachrichtenagentur Reuters.

Für Unternehmen mit weniger als 5000 Beschäftigten lohne sich der Umstieg jedoch. Diese könnten mit Linux mehr sparen als mit Unix und Windows. Der Aufschwung von Linux sei nicht zu bremsen, so DiDio. In den nächsten zwei Jahren werde Linux aber weder bei Desktops noch bei Servern das vorherrschende Betriebssystem. Bei Desktops und Servern habe Windows derzeit einen Marktanteil von 94 Prozent.