Grabstein mit Touchscreen lässt Tote sprechen

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Wer seiner Verwandtschaft auch nach seinem Tod noch einmal die Meinung sagen möchte, kann auf die neue Generation von Grabsteinen hoffen.

Wer seiner Verwandtschaft auch nach seinem Tod noch einmal die Meinung sagen möchte, kann auf die neue Generation von Grabsteinen hoffen. In den USA hat ein Erfinder einen Grabstein mit Touch-Screen zum Patent angemeldet. Auf Knopfdruck können sich dann die Hinterbliebenen Botschaften des Verstorbenen anhören.
Der High-Tech-Grabstein hat freilich nicht mehr viel mit den herkömmlichen Gedenktafeln aus Granit und Marmor zu tun. Er ist mit einer Festplatte und einem Monitor ausgestattet. Den Strom soll das sprechende Grabmal aus dem Netz des Friedhofs beziehen. Mit Rücksicht auf die Friedhofsruhe und um babylonisches Sprach- und Bildgewirr der Verstorbenen zu vermeiden, ist das Modell mit einem drahtlosen Kopfhörer ausgestattet.

Nach der Vorstellung von Erfinder Robert Barrows sollen künftige Käufer zusammen mit ihrem Testament ein Video für die Nachwelt bei ihrem Anwalt hinterlegen. Es beinhaltet dann das Programm, das der Grabstein zeigen soll. Wer nicht warten will bis dieses Modell auf den Markt kommt, kann sich übrigens im Nachbarland Österreich behelfen. Dort bietet das Architekturbüro Fuerrot bereits ein Grab mit Solarzellen und elektronischen Anzeige –  Symbole und Inschriften können frei programmiert werden.