Anti-Phisher konzentrieren sich auf Identity Theft

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Im Gleichklang mit President George Bush will sich der Industrieverbund Trusted Electronic Communications Forum (TECF) den Klau von personengebundenen Daten vornehmen und Mittel dagegen entwickeln.

Im Gleichklang mit President George Bush will sich der Industrieverbund Trusted Electronic Communications Forum (TECF) den Klau von personengebundenen Daten vornehmen und Mittel dagegen entwickeln. Nachdem am Donnerstag Bush den Identity Theft Penalty Enhancement Act unterzeichnet hatte, will der Anti-Phishing-Verband nicht nachstehen und hat sich entschlossen, den E-Mail-Verkehr von dieser Seite aus zu schützen. Damit, so heißt es von TECF-Mitgliedern, beginne schließlich der Internet-bezogene Geschäftsverkehr. Identity-Diebstahl sei nun dankenswerter Weise gesondert strafbar gemacht worden.
Identity Theft zieht jetzt nicht mehr drei, sondern bis zu fünf Jahre Haft nach sich. Weitere fünf Jahre bekommt der Täter aufgebrummt, dem ein Missbrauch gestohlener Finanzdaten für terroristische Zwecke nachgewiesen werden kann. Doch um das Problem auch von Industrieseite aus anzugehen, müssten die Hersteller an einem Strang ziehen. Der bisher eingeschlagene Weg, dass die im TECF organisierten Unternehmen jeweils einzeln einen Schutz entwickelten, sei ineffektiv. Dieser Meinung ist TECF-Mitglied Cyphertrust. Zusammen mit bisher 16 weiteren Firmen wie IBM, Best Buy, Charles Schwab und Siebel wollen die Security-Spezialisten den Phishern von technischer Seite aus den Garaus machen.

Einen anderen Ansatz, um zu demselben Ziel zu kommen, verfolgt die Anti-Phishing Working Group. Hier werden potentielle Phishing-Attacken registriert, kartographiert und wenn möglich zurückverfolgt. Eine Datenbank vergangener Attacken soll helfen, die neuen nach wiederkehrenden Mustern zu erkennen. Ein Warnsystem soll Schäden schnell stoppen. Für die Gesetzgeber in den USA und auch für das Marktforschungsunternehmen Gartner ist einstweilen wichtig, dass überhaupt etwas geschieht. Avivah Litan, Gartner Vice President und Research Director, sagte anlässlich der Veröffentlichung einer Studie dazu letzte Woche: “Das Problem ist wahrscheinlich weiter verbreitet, als wir wissen und es wird im Bereich Online-Shopping schlimme Auswirkungen auf das Kundenvertrauen haben.”