Alviso-Chipsatz macht Intel Kopfschmerzen

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Intel muss die Einführung des Chipsatzes ‘Alviso’, der für Notebooks und grafische Anwendungen in mobilen Bereichen konstruiert wird, verschieben.

Intel muss die Einführung des Chipsatzes ‘Alviso’, der für Notebooks und grafische Anwendungen in mobilen Bereichen konstruiert wird, verschieben. Designprobleme sorgen jetzt dafür, dass Alviso nicht wie geplant im vierten Quartal dieses Jahres sondern, Aussagen aus Unternehmenskreisen zufolge, erst “einige Monate später” auf den Markt kommen soll.
Die Geräte, die Alviso eingebaut haben, sollen damit laut dem Wall Street Journal erst Ende des ersten Quartals 2005 kommen. Das betrifft vor allem die Notebook-Sparte. Die Kunden sollen bereits letzte Woche von den Problemen erfahren haben, heißt es. Laut den Aussagen von Unternehmenssprecher Tom Beerman dürften die eigenen hohen Ansprüche an Qualität schuld an der Verzögerung. Das lässt sich seinen Worten gegenüber der Zeitung entnehmen. Er ließ sich aber nicht dazu bewegen, die Verschiebung zu bestätigen oder zu dementieren. Allerdings kann ein Qualitätsproblem auch empfindliche Folgen haben, wie der insgesamt etwa 38 Millionen Dollar teure Rückruf an Kompensationszahlungen einer Grantsdale-Reihe vor einer Woche bewiesen hat.

Da will Intel offenbar lieber erneut einen Launch im schwankenden Computergeschäft verschieben. Der letzte verschobene Launch betraf den ‘Dothan’ genannten Pentium M-Chipsatz. Notebooks, die nach Intels Wunsch von Alvisos getaktet werden sollen, versprechen aber weiterhin die stabilsten Wachstumszahlen, wie die jüngsten Gartner-Zahlen prognostizieren.

Generell hat Intel aber im drahtlosen Bereich mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Die Sparte, die den Centrino herstellt, hatte im Jahr 2003 allein 850 Millionen Dollar Minus zu verzeichnen. Laut Sean Maloney, dem Abteilungschef des so genannten Communications Business bei Intel, plant die Sektion aber, bis 2005 profitabel zu arbeiten.