Markt für E-Mail-Shredder boomt

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Die Zahl der Spam-Mails in den Posteingängen wird in diesem Jahr weltweit um 115 Prozent wachsen – von 15 Milliarden im vergangen Jahr auf dann 35 Milliarden.

Die Zahl der Spam-Mails in den Posteingängen wird in diesem Jahr weltweit um 115 Prozent wachsen – von 15 Milliarden im vergangen Jahr auf dann 35 Milliarden. Das ist das Ergebnis einer Studie des kalifornischen Marktforschungsunternehmens Radicati. Dementsprechend werde allein in diesem Jahr der Umsatz mit Anti-Spam-Lösungen um über 50 Prozent auf 979 Millionen Dollar zulegen. Auch für die kommenden Jahre rechnen die Marktforscher in diesem Bereich mit einem boomenden Geschäft.
Parallel dazu explodiert derzeit auch die Zahl an SPIMs (Instant Messaging Spam). Sie werde sich von 400 Millionen Nachrichten im vergangenen Jahr auf 1,2 Milliarden SPIMs in laufenden Jahr verdreifachen. Hier wirkt sich die wachsende Anzahl von privaten und geschäftlichen IMs aus – dementsprechend wächst das Verzeichnis der IM-Adressen.

Da die Flut ungebetener Werbebotschaften auf absehbare Zeit nicht abflauen wird, tut sich für die Anbieter von Software zur Vernichtung von Spam ein äußerst lukrativer Markt auf. Bis zum Jahr 2008 rechnet Radicati mit einer Steigerung des Umsatzes auf 1,74 Milliarden Dollar. Auf dem Markt gegen digitale Belästigung lässt sich demnach mit Spam-Bekämpfung am meisten Geld verdienen, noch mehr als mit Software gegen Pop-up-Fenster und Viren.

Nach Angaben der Analysten werden bis Ende dieses Jahres mehr als die Hälfte der E-Mail-Adressen in Unternehmen durch einen Filter geschützt sein. Dabei befinden sich Filter-Hersteller und Spam-Versender in einem ständigen Rüstungswettlauf. Der Anti-Spam-Markt sei inzwischen bereit zur Konsolidierung, heißt es in der Radicati-Studie. Um langfristig breitgefächerte, ausfallsichere Lösungen auf den Mark zu bringen, würden Anbieter einzelner Lösungen aufgekauft. Jüngstes Beispiel: vergangene Woche hatte die britische Firma SurfControl ein Übernahmeangebot in Höhe von knapp 15 Millionen Euro für ihren US-Konkurrenten Messagesoft abgegeben.