China übt 3G-Toleranz

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Die chinesische Regierung besteht jetzt nicht mehr darauf, den Betreibern von 3G-Mobilfunknetzen die Verwendung des bestimmten 3G-Standards vorzuschreiben.

Nachdem die chinesische Regierung bereits in Sachen WAPI (Wireless Authentication and Privacy Infrastructure) dem Druck der USA nachgegeben hat, besteht sie jetzt auch nicht mehr darauf, den Betreibern von 3G-Mobilfunknetzen die Verwendung des bestimmten 3G-Standards vorzuschreiben. Ursprünglich hatte Peking geplant, den chinesischen Standard ‘TD-SCDMA’ (Time-Division Synchronous Code Division Multiple Access) zur Pflicht zu machen.
Dieser Standard war von Siemens und dem chinesischen Unternehmen Datang entwickelt worden. TD-SCDMA ist neben dem in den USA verwendeten CDMA-Standard (Code Division Multiple Access) und dem in Europa und Japan genutzten WCDMA-Standard (Wideband Code Division Multiple Access) der dritte 3G-Standard, der vom Standardisierungsgremium ‘3GPP’ anerkannt wurde.

Microsoft könnte von der Entscheidung der chinesischen Regierung profitieren, melden US-Medien. Danach hat das chinesische Unternehmen ‘China Unicom NewSpace’ in Zusammenarbeit mit Redmond das CDMA-Telefon ‘CU928’ auf den chinesischen Markt gebracht. Das Telefon läuft mit Microsofts Betriebssystem ‘Windows Mobile’.  China Unicom NewSpace ist ein Tochterunternehmen von ‘China Unicom’, dem zweitgrößten chinesischen Mobilfunkunternehmen.