Kinder werden in Chaträumen sexuell belästigt

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Beim Chatten im Internet werden Kinder zunehmend sexuell belästigt und ausgebeutet.

Beim Chatten im Internet werden Kinder zunehmend sexuell belästigt und ausgebeutet. Davor warnte jetzt ‘Zartbitter Köln’, eine Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch. Demnach drehten sich in einzelnen Chaträumen bis zu zwei Drittel der Kontaktversuche um sexuelle Anmache.
Pädophile sprächen die Kinder gezielt an, um sie mit pornographischen Photos zu schockieren, Kontakte zu knüpfen oder die Kinder persönlich zu treffen, sagte Zartbitter-Leiterin Ursula Enders. Die Art der Belästigung reiche von Fragen zu den ersten sexuellen Erfahrungen, über klare Anweisungen, sich vor dem PC selbst zu befriedigen, bis hin zur Anbahnung von Treffen. Nicht selten ließen sich Kinder dazu überreden, ihre Telefon- oder Handynummer herauszugeben und würden dann auf diesem Weg zusätzlich belästigt.

Es sei nicht ungewöhnlich, dass eine kindliche Chatterin innerhalb weniger Minuten die Liveübertragung mehrerer Exhibitionisten auf dem Bildschirm habe, so die Experten. “Es ist sinnlos Jungen und Mädchen das Internet zu verbieten”, sagte aber Zartbitter-Chefin Enders. “Verbote führen nur dazu, dass sie ohne Wissen der Erwachsenen heimlich chatten und surfen – und dazu haben sie mehr als genügend Gelegenheit. Solange Mütter, Väter  und Pädagogen sich über die Technik und die Umgangsweise in Chaträumen, Foren und Newsgroups nicht kundig machen, nicht mitreden können, solange werden Kinder und Jugendliche auch nicht mit ihnen über belastende Erfahrungen im Internet reden.”