Cisco und Intel machen Daten im Rechenzentrum ’10GigE-Beine’

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Der Netzwerkkonzern Cisco und der Chiphersteller Intel haben  jetzt ihre Fähigkeiten für den Bau einer 10-Gigabit-Ethernet-fähigen Server-Steckkarte zusammengetan.

Da der Verkehr im Datenzentrum ständig zunimmt, haben jetzt der Netzwerkkonzern Cisco und der Chiphersteller Intel ihre Fähigkeiten für den Bau einer 10-Gigabit-Ethernet-fähigen (10GigE) Server-Steckkarte zusammengetan. Dabei hat Cisco die Switch-Aufgaben, Intel die Serveranbindung übernommen. Der Trick dabei: Die Anbindung soll über Glasfaser, also über den Ethernet-Standard möglich und schneller sein als die 1GigE-Lösungen, die bislang dort operieren.
Intel wirft sich dabei als einer der Väter des Ethernet-Standards in die Brust. “Vielleicht werden wir eines Tages – 2006 soll hierfür ein Standard fertig sein –  10GigE über Kupferleitungen schicken, auch dort ist Intel ganz vorne mit dabei und sitzt in den entsprechenden Standardisierungsgremien; aber jetzt binden wir erst einmal die Datenzentren über 10GigE-Glasfaser an, um die drängendsten Probleme unserer Kunden zu beseitigen”, sagt Hans Geyer, Vice President und General Manager der internationalen Intel Networking Storage Group, im Gespräch mit silicon.de. 10GigE sei inzwischen von den Kosten her tragbar und so wachse auch die potentielle Kundenbasis im Datenzentrumsbetrieb.

Je mehr die IT-Mannschaften bei den Kunden auf dedizierte Server verlagern, beschreibt er, desto größer seien die Anforderungen an die Geschwindigkeit, und die sei von der äußerst rasanten Softwareentwicklung getrieben. “In der Infrastruktur an sich ist das Problem inzwischen gut durch Switches gelöst, aber serverseitig lässt das Durchsatztempo noch zu wünschen übrig. Hier kommt es zum Stau, und den wollen wir jetzt mit der ’10GigE-Adapterkarte’ lösen”, sagt Geyer. Sie funktioniere im Multimode Fibre Format und sei dadurch besonders gut für Multimediaanwendungen und eine Kabellänge bis 300 Meter geeignet, also ideal fürs Datenzentrum.

Ausprobiert hat er die Lösung scheinbar auch schon: “Meine weltweit verteilte Abteilung macht beispielsweise einmal im Monat ein Video-Briefing, in dem alle Mitarbeiter mit mir zusammen die Arbeit koordinieren – da kommt es gerade in Richtung Israel oder nach Indien allein schon wegen der Teilnehmerzahl zu riesigen Video-Datenmengen.” Und um die zu managen komme beispielsweise die neue Adapterkarte zum Einsatz. Sie soll für 5000 Dollar das Stück bei kleinsten Abmessungen für Standard-Server-Chassis neue Kunden mit kleineren Geldbeuteln und wenig Platz locken. Ihre Kosten sollen sich durch den Einsatz der Karte um bis zu 40 Prozent senken lassen, sagt Geyer.