HP und BT fahren in einem Service-Mobil zum Kunden

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Hewlett-Packard und die British Telecom wollen gemeinsame Outsourcing-Dienstleistungen anbieten.

Hewlett-Packard (HP) und die British Telecom (BT) wollen gemeinsame Outsourcing-Dienstleistungen anbieten. In Europa, dem Mittleren Osten und Afrika soll vom kleinen Unternehmen bis zum großen Konzern jeder auf gebündelte Services, bestehend aus der ‘Adaptive Enterprise’-Strategie von HP und den Outsourcing- IP-Infrastruktur-Lösungen des Telekommunikationsanbieters, profitieren können.
Weil die verschiedenen IT-Sektoren weiter auf Konsolidierungskurs seien, müssten sich auch Hersteller und Provider auf die sich ändernden Situationen einstellen, sagte HP-Chefin Carly Fiorina bei der Präsentation des Deals. “Wir bündeln unsere Kompetenzen, um IT und Kommunikation in einer Umgebung zusammenzufügen.”

Für BT-CEO Ben Verwaayen, der Fiorina noch aus der gemeinsamen Zeit bei Lucent kennt, ist die Allianz eine logische Weiterentwicklung seines Unternehmens. “In einer konsolidierten Industrie macht es Sinn, ein TK-Unternehmen mit einem IT-Konzern auf der Basis von Dienstleistungen zu verheiraten.” Im Sommer wollen die neuen Partner erste Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit präsentieren. Ziel ist es, aufeinander abgestimmte Lösungen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Applikations-Management, mobile Anwendungen, PC-Systeme und Call Centern zu entwickeln. 

Auch intern haben HP und BT beschlossen, enger zusammen zu arbeiten. In gegenseitigen Outsourcing-Vereinbarung, die insgesamt 1,5 Milliarden Dollar schwer ist, beliefern sich die Unternehmen mit Services. Für zunächst sieben Jahre verwaltet HP die Midrange- und Desktop-IT-Infrastruktur der Briten und erhält Unterstützung für die Call Center in der Region EMEA, die sich mit kombinierten Sprach- und klassischen Datennetzen befassen.

Analysten sehen in der Vereinbarung, bei der 290 BT-Mitarbeiter zu HP wechseln und  40 Angestellte in die andere Richtung wandern, zwar keinen Megadeal, aber nennenswert aus zumindest einem Grund. Die Experten des Ovum-Marktforschungsinstituts vermuten, dass das britische TK-Unternehmen in Zukunft Probleme haben könnte, sich als IT-technisch weltoffener Partner zu zeigen. Möglicherweise machen andere potenzielle Interessenten einer partnerschaftlichen Beziehung, wie es heute unter anderem Accenture oder Fujitsu sind, einen Rückzieher, wenn sie mit BT – und dann eben HP – werben sollen. Das bestehende Verhältnis zwischen BT und IBM, die die Mainframe-Welt des Anbieters verwalten, soll nicht unter dem neuen Deal leiden.