Ring frei für die Itanium User Group

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Noch ohne Rechtsform zwar, aber als Interessenvertretung versteht sich die neu gegründete User Group für Intel Itanium Prozessor.

Noch ohne Rechtsform zwar, aber als Interessenvertretung versteht sich die neu gegründete User Group für Intel Itanium Prozessor. Die Gruppe will Forum sein für Anwender und Anbieter von Lösungen auf der Basis der 64-Bit-Technologie gleichermaßen.
Wilfried Juling von der Universität Karlsruhe und Gerhard Eberbach, IT-Leiter bei der ebm-papst St.Georgen GmbH – die Firma fertigt Industriekühlgeräte – gelten als die Initiatoren der Gruppe. Dem Steering Komitee oder Vorstand gehören außerdem Vertreter der beiden Hersteller Hewlett-Packard (HP) und Intel an, als da wären Axel Petrak, Enterprise Business Sales Director bei Intel sowie Peter Hadler, Business Critical Systems BU Manager bei HP. Ziel sei es, so Wilfried Juling, schon als ‘Pressure Group’ aufzutreten, die den Herstellern einmal Druck machen kann. Weil man aber nicht nur kritisieren, sondern auch etwas voranbringen wolle, solle der Dialog zwischen Herstellern, Anwendern, Betreibern von Rechenzentren, OEMs, ISVs, Systemintegratoren, Technologen und auch zukünftigen Nutzern an oberster Stelle stehen. Derzeit ist die Interessengruppe etwas zehn Mitglieder stark. Der Trend gehe aber deutlich nach oben, so Juling.

Damit hat er auch den erwünschten Mitgliederkreis beschrieben. Der User Group sollen auch Hersteller beitreten können, die Lösungen auf Itanium-Basis entwickeln und anbieten. Dazu gehörten auch beispielsweise Dell oder IBM. Und Microsoft habe ebenfalls schon Interesse signalisiert. Es soll aber jedenfalls das Gleichgewicht zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Herstellern gewahrt bleiben.

Wenn es eine User Group gibt, dann müssen auch Probleme vorhanden sein. Juling ging der Frage etwas aus dem Weg und merkte lediglich an, ein Diskussionspunkt in der Gruppe, die im September erstmals zusammen kommen will, könnte beispielsweise die Roadmap der Prozessoren sein oder die Frage der Systemintegration in der Zukunft.

Die Interessenvertretung will vorerst nur im deutschen Raum agieren, auch wenn das Intel Headquarter in den USA die Gruppe voll unterstützt. In Deutschland nämlich gibt es, laut dem anwesenden Intel-Vertreter Petrak, prozentual mehr Itanium-Installationen als in den USA. Später wollen die Initiatoren über eine Ausdehnung der User Group nachdenken.