Uni-Klinikum München setzt auf Linux

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Das Klinikum der Universität München hat die Verwaltung der Patienten und der betriebswirtschaftlichen Daten jetzt auf Linux-Server migriert.

Das Klinikum der Universität München hat die Verwaltung der Patienten und der betriebswirtschaftlichen Daten jetzt auf Linux-Server migriert. 300.000 Transaktionen der Kliniken München-Großhadern und der Innenstadt laufen jetzt jeden Monat über die Plattform ICAN 5.0.3 (Integrated Composite Application Network) des Softwareunternehmens See Beyond, einer Plattform für System-, Anwendung- und Datenintegration. Die Verwaltung erhofft sich durch die Umstellung auf das Open-Source-Betriebssystem Einsparungen der Gesamtkosten mit dem Faktor zwei bis drei.
Eine besondere Herausforderung bestand für die Administratoren darin, den Klinik-Betrieb nicht zu stören. Zehn Schnittstellen mussten binnen vier Wochen angepasst werden. Weder das medizinische Personal noch die Kräfte in der Verwaltung hätten etwas von der 1:1-Umstellung bemerkt. Der neue Kommunikationsserver setzt auf zwei Linux-Servern auf. Davon ist einer produktiv, der andere dient zu Testzwecken und als Reserve. 2005 soll der Kommunikationsserver auf einem Linux-Cluster aufsetzen.

“Das Klinikum der Universität München hat mit der Umstellung gleich drei Techniksprünge vollzogen – von einem zentralisierten System hin zu einer verteilten, flexiblen Lösung”, erklärt Ralf Wenzelewski, bei Dräger Krankenhaus Informationssystem (Dräger KI) für die Umsetzung des Systems verantwortlich. Dabei bestehe zusätzlich die Option, das System später in einer Java-Umgebung zu betreiben.