Logistiker fahren ab auf Miet-Software

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Für Speditionen scheint sich der Einsatz von eigener Lizenzsoftware nicht zu lohnen.

Für Speditionen scheint sich der Einsatz von eigener Lizenzsoftware nicht zu lohnen. Glaubt man einem Spezialhersteller aus Greven, so setzt sich die Software zur Miete, Application Service Providing genannt, immer mehr durch. Besonders gelobt wird demnach neben der Kostenfrage die Geschwindigkeit und Flexibilität bei sicherem Zugriff.
Der Hersteller von Software für das Flottenmanagement und die Logistikverwaltung, LIS AG, hat innerhalb eines Jahres 25 Prozent seiner Neukunden, das sind 150 Firmen, für die ASP-Lösung gewinnen können. Zum Vergleich: Der selbst ernannte ASP-Gigant Einsteinet verzeichnete Ende der 90er Jahre nach Aussagen eines damaligen Managers auf der CeBIT 2000 im Jahr etwa 100 Neukunden, was zu Zeiten des Internet-Hype als das Maximum des Erreichbaren für ein ASP im ernsthaften B2B-Umfeld galt.

Und bei den Neukunden soll es sich um Speditionen mit mehreren Standorten handeln. Sie würden ganz besonders von den Vorteilen einer solchen Lösung profitieren, da sie durch den zentralen Betrieb des Systems in einem Rechenzentrum der LIS AG sich die umständlichen Datenreplikationen und den Austausch von Daten sparen könnten. Auch die interne Leistungsverrechnung würde einfacher. “Wenn wir hier in Deutschland unsere Wechselbrücken für den Kombiverkehr von Deutschland nach Italien disponieren, sieht unser Haus in Italien das sofort und kann entsprechend für einen nahtlosen Auftragsdurchlauf sorgen”, sagt Nina Rothfeld von der Spedition Rösch. Besonders gefällt ihr der geringere Kommunikationsaufwand: “Ich sitze praktisch in meiner Niederlassung ohne da zu sein.”